Interview
Kurt Tepperwein

Kurt Tepperwein, Jahrgang 1932, zog sich 1973 nach langjähriger Tätigkeit als erfolgreicher Unternehmer und langjähriger Unternehmensberater vom Wirtschaftsleben zurück und wurde Heilpraktiker und Forscher auf dem Gebiet der wahren Ursachen von Krankheit und Leid.
Seine Seminartätigkeit auf diesem Gebiet führte ihn nach Indien, Bali, Ägypten, Sri-Lanka, Aspen/Colorado, Kyoto und Tokio, Dohar/Katar und an viele andere interessante Orte, wo er nicht nur unterrichtete, sondern – stets selbst auch Lernender - auch Land und Leute und die verschiedenen Kulturen und Philosophien studierte.
Die Anwendung des von ihm geschaffenen Mental-Trainings, insbesondere des Intuitions-Trainings ist heute für unzählige Menschen, nicht nur für Topmanager und Spitzensportler ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens.
Er hat sein umfassendes Wissen- für das er mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet wurde- in mehr als 50 Büchern und Hunderten von Videos, Audiotapes und CD`s veröffentlicht und Menschen in aller Welt mit seiner Fähigkeit fasziniert, auch komplizierte Zusammenhänge in wenigen einfachen Worten verständlich zu machen.
Er ist Gründer und Schirmherr der Internationalen Stiftung Lebensschule und seit 1997 Dozent an der Internationalen Akademie der Wissenschaften. Mehr unter www.tepperwein.net

heilpraktikerABC: Wie stellt sich die Situation für Heilpraktiker heutzutage dar?

Für diesen Beruf besteht immer mehr Bedarf. Es gibt immer mehr kranke Menschen, die von der Schulmedizin enttäuscht sind und alternative Wege suchen. Ich denke aber, dass die Heilpraktiker sich selbst neu definieren müssen. Es kann nicht mehr nur darum gehen, mit naturheilkundlichen Methoden Symptome zu kurieren, sondern diese als Information des „Un-Heilseins“ des jeweiligen Patienten zu verstehen und zwar auf allen Ebenen. Die Heilpraktiker der Zukunft sollten sich von der traditionellen Rolle des Symptombehandlers lösen und eher so etwas wie ein ganzheitlicher Lebensberater werden. Ein Symptom ist ja nichts anderes, als die Botschaft des Körpers, dass im Leben des betroffenen Menschen irgendetwas nicht stimmt. Das kann eine schwächende Beziehung sein, eine nicht gelebte Lebensaufgabe oder auch ein finanzielles Problem. Würde man das Symptom alleine angehen, wäre das so, als würde man beim Aufleuchten der Ölwarnleuchte im Auto das Lämpchen reparieren anstatt die Ursache zu beheben, die das Aufleuchten verursacht hat.

heilpraktikerABC: Was würden Sie jemanden, der vorhat, Heilpraktiker zu werden, mit auf den Weg geben wollen?

Finden Sie das Einzigartige, das ganz Besondere an sich, das Sie – und nur Sie – später an Ihre Patienten weiter geben wollen. Um das heraus zu finden, reicht es nicht, sich einfach nur das in der Prüfung verlangte Wissen anzueignen, sondern sich bereits während der Ausbildung zu fragen: Was ist mein ganz individueller Beitrag zum Wohl der Menschen, die mich später aufsuchen werden. Täglich daran arbeiten, selbst „heil“ auf allen Ebenen zu werden. Betrachten Sie sich selbst als „wichtigsten Patienten“.Nur was Sie selbst sind, können Sie glaubwürdig vermitteln. Werden Sie zu Ihrer eigenen Visitenkarte. Fragen Sie sich jeden Abend: Was habe ich heute gelernt? Was mache ich heute besser als gestern, was werde ich morgen besser als heute machen?

heilpraktikerABC: Ihre persönlichen Spezialtipps?

Werden Sie von Anfang an Experte auf einem Gebiet. Es lohnt sich, bereits während Ihrer Ausbildung danach zu suchen, aus welchem Grund Patienten einmal nur zu Ihnen und keinem anderen kommen sollen. Stellen Sie sich vor, dass Sie später über dieses Thema sogar ein Buch schreiben werden. Entwickeln Sie Charisma und werden Sie zu Ihrem wahren, einzigartigen Selbst.
Es reicht nicht, nur fachlich kompetent zu sein. Werden Sie sympathisch. Damit ist gemeint, dass Sie daran arbeiten, jedem Menschen, mit dem Sie zu tun haben, Ihre volle Aufmerksamkeit schenken. Dabei können Sie entdecken, was Ihnen am anderen gefällt, was den anderen liebenswert macht. Ihre dadurch entstehende, positive Einstellung dem anderen gegenüber wird wahrgenommen und bildet eine energetische Brücke der Sympathie.
Leben Sie wohlwollend, werden Sie selbst immer „stimmiger“. Das, was Sie ausstrahlen, ziehen Sie an. So ist es von Anfang an möglich, geistig die Grundlage für den Erfolg zu legen, den Sie sich ja mit Ihrem neuen Beruf wünschen.
Lernen ist nichts, was nach der Ausbildung abgeschlossen ist und sich nur auf medizinisches Wissen bezieht. Lernen Sie ein Leben lang und stellen Sie sich jeden Tag neu der spannenden, bereichernden Herausforderung: Wie kann ich jedem zum Segen werden, der das Glück hat, mir zu begegnen?

heilpraktikerABC: Herzlichen Dank für das Gespräch!

Kurt Tepperwein
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