Entspannen mit Massage

Die „Kunst der Berührung“ wird seit Urzeiten in allen Kulturen als Heilbehandlung zur Erhaltung der Gesundheit, zur Regeneration und zum Wohlfühlen eingesetzt. Heute ist Massage als Mittel zur Entspannung fast unentbehrlich. Schlechte Körperhaltung, psychische Belastungen oder Bewegungsmangel führen zu Verkrampfungen von Körper oder Seele bei Menschen jeder Altersgruppe. Viele Menschen können oder wollen die permanente, durch zuviel Aktivität entstandene Anspannung nicht mehr durch eigene Kraft(-anstrengung) loswerden. Massage ist eine „passive“ Erholungsmöglichkeit, bei der Körper und Geist gemeinsam zur Ruhe kommen. Stressbedingte Symptome, wie Kopfschmerzen, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen können dadurch gebessert und das Allgemeinbefinden gesteigert werden. Vorbeugend angewendet kann Massage dazu beitragen, mit Stress-Situationen gelassener umzugehen.

Wie wirkt Massage?

Massage wirkt zum einen über körperliche „Kontaktstellen“:
  • die Haut am ganzen Körper mit ihren Sensoren für Druck und Temperatur,
  • die Headschen Zonen, deren Behandlung bestimmten Organen (z.B. Niere, Leber und Darm) und Körperbereichen entspricht,
  • die Muskeln, die sich bei Massage dehnen, lockern, entkrampfen und entspannen (z.B. durch eine klassische, schwedische Massage),
  • die Blut- und Lymphgefäße (Lymphdrainage),
  • die Matrix (gelartiges Bindegewebe) zwischen allen Gefäßen, Nerven und Zellen
  • die Meridiane, die „Energiebahnen“ des Körpers (östliche Techniken, z.B. Aukupressur, Ayurveda oder Shijatsu)
  • die Reflexzonen (Hand, Fuß), die den gesamten Körper als Mikrokosmos widerspiegeln.
Zum anderen ist mit der körperlichen Berührung und dem Zustand des „Verwöhnt-Werdens“ eine Entspannung des vegetativen Nervensystems verbunden, die sich wiederum positiv auf den Körper auswirkt. Jede Form gewollter Berührung setzt Glückshormone frei und stärkt das Immunsystem.
Massagen erhöhen lokal die Durchblutung und regen den Lymphfluss an. Wärme entsteht, das Gewebe wird gelockert und Schmerzen werden gelindert. Gleichzeitig erfolgt eine Aktivierung des Stoffwechsels, weil sich im Bindegewebe die offenen Enden der Lymphbahnen befinden. Schlacken können schneller abtransportiert werden und Fettdepots oder kristalline Ablagerungen aus Stoffwechselresten lösen sich.

Nur zwei Hände für viele Techniken

Massage ist vielfältig und kann zu einem über die mechanische Behandlung weit hinausgehenden Erlebnis werden, das bis zu zwei Stunden dauert und alle Sinne anspricht.
Finger oder Hände, die streichen, zupfen, drücken, reiben, hacken, klatschen, schütteln oder kneten, ergeben gemeinsam mit verschiedenen Hilfsmitteln eine große Variationsbreite an Massagetechniken. (Warmes) Öl sorgt für Geschmeidigkeit, pflegt und kann durch zugefügten Duft noch mehr entspannen. Bio-Olivenöl ist als Basisöl für jeden Hauttyp geeignet, das mit wenigen Tropfen Duft in seiner ätherischen Wirkung verändert werden kann. Auch das Auflegen und Anschlagen von Klangschalen massiert den Körper durch dabei entstehende Vibrationen.
Warme und kühle Steine oder Edelsteine ergänzen, aber ersetzen nie die Be-Handlung, denn Heilenergie wird gemäß neuester Forschung über die Hände übertragen. Auch wenn anstelle des klassischen Massageöls Honig oder sogar Schokolade treten: Das Maß der Wirkung ist abhängig von der Hingabe und vom Können des Massierenden.
Gesundheitlicher Nutzen und Genuss setzen Expertenwissen auch bei Heilpraktikern voraus: Über den Zustand des Patienten (z.B. soll bei Infekten oder Entzündungen nicht massiert werden) und in der ausgeübten Massagetechnik. Eine fundierte Zusatz- Ausbildung und die Hingabe an die eigene Arbeit und den Patienten sind die Basis zum Erfolg.
Entspannung mit Massage - Valua Vitaly/fotolia.de

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