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Karin sitzt voller Erwartung im Prüfungssaal. Die Prüfungsbögen werden zügig ausgeteilt. Die Nerven sind bei den meisten Prüflingen bis zum Zerreißen angespannt. So auch bei Karin.
Hastig beginnt Sie mit der ersten Frage. Oh weh – gleich zu Beginn ein ungeliebtes Thema. Karin liest sich die erste Frage und drei der fünf Antworten durch. Bloß nicht mit dieser Fragen aufhalten – gleich weiter zur nächsten Frage. Karin liest sich die zweite Frage mehrmals durch. Aber welche Antwort ist die Richtige? Ist es A oder doch D? Keine Ahnung! Irgendwie scheint beides die Richtige Antwort zu sein. Aber nur keine Zeit mit einer einzelnen Frage verlieren. Schnell weiter zur nächsten Frage....
Merken Sie etwas? Hier läuft etwas grundsätzlich falsch. Karin hat es innerhalb von 6 Minuten nicht geschafft, auch nur eine einzige Frage zu beantworten. Die Zeit läuft und läuft. Die unbearbeiteten Fragen werden einfach nicht weniger. Langsam macht sich Panik breit und das Verhängnis nimmt seinen Lauf!
Nachfolgend wird eine Reihe von nützlichen Tipps und Tricks für die schriftliche Heilpraktikerprüfung beschrieben. Durch eine strukturierte und disziplinierte Vorgehens-weise steigen Ihre Chancen die Prüfung zu bestehen!
1) Dokumentieren Sie alle Bearbeitungsschritte während der schriftlichen Prüfung. Unterstreichen Sie alles, was Ihnen wichtig erscheint (optional können Sie auch einen Leuchtmarker verwenden). Kennzeichnen Sie die möglichen Antworten. Richtige Aussagen versehen Sie mit einem Pluszeichen. Falsche Aussagen erhalten ein Minuszeichen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, vergeben Sie ein Fragezeichen. Durch diese Vorgehensweise haben Sie jederzeit einen Überblick über den Bearbeitungsstand Ihrer Fragen. Sie verlieren keine Zeit durch das wiederholte Lesen von Aussagen.
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2) Zwingen Sie sich, eine Frage nach der anderen zu beantworten. Springen Sie nicht wahllos zwischen Fragen hin und her. Erst wenn Sie sich für eine Antwort entschieden haben, dürfen Sie zur nächsten Frage weitergehen. Disziplin ist bei dieser Prüfung das A und O!
3) Stellen Sie keine Vermutung über die vermeintlich Richtige Antwort auf. Sagen Sie sich niemals „...eigentlich müsste das die richtige Antwort sein...“ oder „... bei den Übungen war immer die Antwort C richtig...“ oder „... vermutlich ist das die richtige Antwort – in dieser Aussage steckt dieses oder jenes Wort ....“. Bearbeiten Sie alle Fragen stur und lassen Sie sich nicht durch die Fragestellung aus der Ruhe bringen.
4) Nutzen Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse! Bei Wörtern mit der Endung „itis“ handelt es sich immer um Entzündungen. Bei Wörtern mit der Endung „ose“ handelt es sich zum Beispiel um eine krankhafte Veränderung. Je umfangreicher Ihre Kenntnisse sind, desto leichter können Sie auch Prüfungsfragen beantworten.
5) Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Merken Sie sich wichtige Fakten z.B. Viren können nicht mit Antibiotika bekämpft werden. Daraus können Sie folgern, dass z.B. eine Virushepatitis nicht mit Antibiotika behandelt werden kann. Wenn Sie die Funktion der einzelnen Organe gelernt haben, dann können Sie auch Rückschlüsse daraus ziehen, was passiert, wenn diese Organe versagen oder entfernt werden.
6) Eigene Beobachtungen helfen manchmal bei der Beantwortung von Prüfungsfragen. Erinnern Sie sich zurück an die Kinderzeit der eigenen Sprösslinge. Wie machten sich die einzelnen Kinderkrankheiten denn bemerkbar? Evtl. mussten Sie schon einmal erste Hilfe leisten. Vielleicht haben Sie früher einmal in einer medizinischen Einrichtung gearbeitet.
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7) Absolute Aussagen wie „immer“, „stets“ oder „nie“, sind fast immer falsch. Alles ist relativ, und es gibt in der Medizin nichts, was es nicht gibt!
8) Achten Sie auf Verneinungen. Markieren Sie Wörter wie „nicht“ oder „kein“! Lassen Sie sich mit diesen Fragen etwas mehr Zeit. Durchschnittsmenschen brauchen für Verneinungsfragen 48% länger als für bejahende Aussagen.
9) Wenn eine von vier oder fünf Antwortmöglichkeiten komplett aus dem Rahmen fällt, ist sie häufig die gesuchte. Frei nach dem beliebten Kinderspiel: „Was gehört nicht dazu?“
10) Die Antwort „Alle Antworten sind falsch...“ taucht relativ selten auf. Diese Antwort ist aber, wenn sie denn auftaucht, sehr häufig die Gesuchte.
11) Bei zwei sehr ähnlichen Antwortmöglichkeiten ist oft eine der beiden die Gesuchte.
12) Nutzen Sie Ihr Teilwissen geschickt. Arbeiten Sie nach dem Ausschlussverfahren. Dabei ist wichtig, dass Sie alle Aussagen wie im Punkt 1 beschrieben markieren. Nur wenn das Ausschlussverfahren keine eindeutige Lösung bringt, bleibt nichts anderes übrig, als zu raten.
Der Inhalt unserer Lernhilfen ist auf Ihre Bedürfnissen abgestimmt. Gerade deshalb sind wir für Ihre Wünsche, Anregungen sowie konstruktive Kritik ganz Ohr. Teilen Sie uns Ihre Ideen mit!
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