|
Ätherische Öle sind teuer und intensiv. Ihre Wirkung entfalten sie am besten, wenn sie nur tropfenweise mit so genannten Basis- oder Trägerölen vermischt werden. Ein Trägeröl hat einen nicht zu intensiven Eigengeruch und lässt sich deshalb gut mit verschiedenen Düften ätherischer Öle aromatisieren. Trägeröle werden in Flaschen oder Kapseln (mit hohem Anteil an Gamma-Linolensäure) angeboten. Sie unterscheiden sich durch Herkunftsland, dem Pflanzenteil, aus dem sie gewonnen wurden, der biochemischen Zusammensetzung und durch individuelle Eigenschaften. Trägeröle sind weniger flüchtig als die „ätherischen“ Öle. Die Moleküle der Pflanzenöle werden über die Hautporen in den Blutkreislauf aufgenommen. Öle mineralischen Ursprungs können das nicht und sorgen daher bei empfindlichen Personen für Hautirritationen. Deshalb werden sie in der Aromatherapie grundsätzlich nicht benutzt. Die Trägeröle sind das verbindende Element zwischen massierender Hand und der Haut. Die nährenden Bestandteile, wie die Vitamine A und E sind Pflege für den Behandler und den Behandelten gleichzeitig. Alle Öle sind hilfreich bei Sonnenbrand und Reizungen aller Art und haben einen natürlichen, leichten Lichtschutzfaktor (3-4).
Viele Öle werden in weniger als 6 Monaten ranzig (reagieren aufgrund ihrer ungesättigten Fettsäuren mit Sauerstoff). Das lässt sich bis zu 18 Monaten verlängern, in dem man zu einem Öl 5 % Weizenkeimöl oder Avocado-Öl zufügt (beide enthalten das Antioxidans Vitamin E). Es ist deshalb auch sinnvoll, nicht zu große Flaschen zu kaufen, das Flaschenvolumen am Verbrauch zu orientieren und auf das Haltbarkeitsdatum beim Einkauf achten. Denn ein ranziges Öl schadet nicht nur innerlich eingenommen, sondern bildet auf der Haut „freie Radikale“ und stört den Zellstoffwechsel. Flockenbildung und Trübung, wie man sie manchmal z.B. bei Olivenöl findet, mindern die Qualität des Öles nicht.
Alle Trägeröle für die Aromatherapie müssen 100 % reines, kalt gepresstes und unverändertes („virgin cold pressed unrefined“) Öl pflanzlicher Herkunft sein. Weil sich in Fett giftige Substanzen anreichern können und pflanzliche Öle durch die Poren in den Körper gelangen, sollten Sie nur biologisch angebaute Öle verwenden. Die Auswahl des Öls richtet sich
Ein für alle Hauttypen geeignetes Trägeröl ist Olivenöl. Je nach Einsatzort am Körper verwendet man die entsprechende Viskosität:
ein feines, leichtes Öl für das Gesicht oder ein „schwereres“ für den Körper. Durchschnittliche Verbrauchsmengen für eine Ganzkörpermassage: Frau 10-15 ml, Mann 15-20 ml. Das individuelle Bedürfnis oder die Hautbeschaffenheit können diese Mengen auch verändern. Bei üppiger Körperbehaarung „saugen“ die Haare einen großen Teil auf. Die ätherischen Öle sollten erst kurz vor der Behandlung mit der vorbereiteten Menge an Trägeröl gemischt werden. Aufbewahrung der Öle: kühl, dunkel, entsprechende Gefäße wählen. |
Mandelöl
Man verwendet das Öl des Süßmandelbaums (pinkfarbene Blüten). Es ist ein leichtes, gelbliches Öl mit schwachem Duft und relativ gut haltbar. Es enthält einen wichtigen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und ist für alle Körperzonen geeignet.
Traubenkernöl
Ein leichtes Öl, das gut einzieht und deshalb ideal für die fettige Haut.
Weizenkeimöl
Ein mittelschweres, nährendes Öl, das sehr gut für die trockene oder reife Haut aufgrund des hohen Anteils an Vitamin E geeignet ist.
Avocado-Öl
Ein schweres, nährendes Öl, das besser in die Haut dringt als die meisten Trägeröle. Deshalb bestens geeignet für die trockene Haut. Es wird aus dem Saft der Avocado gewonnen und hat eine tiefgrüne Farbe. Aufgrund seines hohen Anteils an Vitamin E ist es sehr stabil.
Abendprimelöl
Ein eher teueres Öl, das aber eine immense Wirkung hat: Das Öl enthält Gamma-Linolsäure, die sich in Prostaglandin E umwandelt. Diese Substanz fördert das Wachstum der Zellmembranen und verhindert eine anormale Zellteilung. Es ist „das“ Öl für die Problemhaut, z.B. bei Akne, Ekzemen, Dermatitis oder Menschen, die unter Allergien leiden. Das Öl enthält auch Prostaglandin A, das auf den Blutdruck regulierend wirkt und Prostaglandin F, das auch für die Zellteilung eine wichtige Rolle spielt.
Pfirsiche und Aprikosenkernöl
Leichte Öle, ideal für das Gesicht.
Jojoba
Jojoba ist eigentlich kein Öl, sondern flüssiges, pflanzliches Wachs. Es hat einen weich machenden und Haut verjüngenden Effekt und ist ein guter Ersatz für ein Öl. Aufgrund seiner Balancefähigkeit ist es sowohl für die trockene als auch die fette Haut geeignet.
Waschmittel für Ölflecken
Ölspuren beseitigen:
Eine Massage hinterlässt immer Ölspuren auf dem Liegenbelag oder den danach getragenen Kleidern. Aus Textilien wäscht man diese Reste am besten mit dem „Enzym F“ aus dem Hobbythek-Waschmittelbaukasten. |
Mit der richtigen Ölmischung massieren
Feedback erwünscht!
Wenn Ihnen eine Anregung in diesem Artikel gefallen hat, denken Sie daran: alles, was Sie nicht innerhalb von 72 Stunden umsetzen, bzw. anfangen umzusetzen, wird mit größter Wahrscheinlichkeit nie mehr realisiert. Die Inhalte der Texte sollen an Ihren Bedürfnissen orientiert sein. Deshalb: teilen Sie uns Ihre konstruktive Kritik, Ihre Wünsche und Anregungen oder wie es Ihnen beim Umsetzen der Vorschläge ergangen ist, mit.
Senden Sie Ihre Mail an info@heilpraktikerabc.de. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fertige Ölmischungen
Entspannung mit Massage
|
Ölsorten und Hauttypen
Für unterschiedliche Hauttypen sind unterschiedliche Öle geeignet. Die nebenstehende Tabelle zeigt verschiedene Hauttypen und Ölsorten. Je mehr Pluszeichen einer Kombination aus Ölsorte und Hauttyp zugeordnet sind, desto besser harmonieren beide.
|
|
|