Werbebudget und -platzierung mit der 3-P-Methode

"Der sicherste Weg, zu viel Geld für Werbung auszugeben, ist der, zu wenig auszugeben. Es ist, als ob man eine Fahrkarte für drei Viertel des Weges nach Europa kaufen wollte. Sie haben dafür Geld ausgegeben, aber Sie werden nie nach Europa kommen" (Charlie Mortimer).
Wenn jemand behauptet, er hätte ein Erfolgsrezept, wie viel man für Werbung ausgeben muss und wo sie am besten wirkt - hören Sie nicht auf ihn. Denn Werbung ist ein ständiger Prozess, der sich entwickelt und verändert, genau so, wie die Gesellschaft und Ihre Patienten. „3 –P-Methode“ steht deshalb für PLANEN, PROBIEREN und PERFEKTIONIEREN.

Planen

Wenn Sie Ihre „Hausaufgaben“ in Sachen Marktkenntnis gut gemacht haben, verfügen Sie jetzt über die folgenden Erkenntnisse, die wiederum die Grundlage zur Planung Ihres Werbebudget dienen und verhindern, dass Sie Ihr Budget nach dem „Gießkannenprinzip“ gleichzeitig auf verschiedene Maßnahmen/ Werbemedien/ Werbematerialien verteilen, oder im Hinblick auf Ihr Ziel ungeeignete Maßnahmen/ Werbemedien/ Werbematerialien auswählen:
  • Sie wissen, wer Ihre Zielgruppe ist und wer Ihr Angebot nutzt.
  • Ihr Angebot ist inhaltlich eindeutig und hebt sich klar von den Mitbewerbern ab.
  • Ihre „Botschaft“ wurde bereits gestalterisch von einem Profi formuliert (Farben, Schrift, Anmutung, Logo) und in Form eines C.I. Handbuchs fixiert (zum Beispiel durch unsere Werbeexperten von www.hinds-visuelle-kommunikation.de).
  • Sie kennen die Wünsche, Bedürfnisse und Einstellungen Ihrer Zielgruppe.
  • Sie kennen die Medien, die diese Menschen hauptsächlich nutzen.
  • Sie haben Ihre Mitbewerber beobachtet und wissen genau, wie und wo diese werben.

Probieren

Wenn Sie als HeilpraktikerIN beginnen, haben Sie zunächst keine Erfahrungswerte. Einen Richtwert gibt es dennoch: Ihr Budget ZIELORIENTIERT festzulegen. Ihr Ziel am Anfang heißt „Markteinführung“ Ihrer Praxis. Dafür rechnet man in Dienstleistungsunternehmen ZUSÄTZLICH zur regelmäßigen Standardwerbung (für die man mit 1- 5 % vom Umsatz ansetzt) ca. 5 % vom geplanten Jahresumsatz. Wäre dieser zum Beispiel 11.000 €, hätten Sie 550 € zur Verfügung, um Ihre „Markteinführung“ zu unterstützen.
Davon ausgehend, dass Sie sich zunächst lokal bekannt machen wollen, brauchen Sie eine aussagefähige Praxisinformation, die sich auslegen, verschicken oder verteilen lässt. Dafür sind ein attraktiv gestalteter Flyer im Postkartenformat oder ein auf Din-lang formatiertes A-4 Blatt, beidseitig bedruckt, ideal, um die wesentlichen Informationen unterzubringen, Ihre „Botschaft“ zu transportieren und die potentielle Zielgruppe neugierig zu machen.
Wenn Sie beispielsweise das Angebot von www.werben-fuer-heilpraktiker.de nutzen, erhalten Sie dort den Entwurf einen A-4-Faltblatts, gefaltet auf Din lang Briefformat, schon für 295 €/zzgl. MwSt . Der Druck von 2500 Exemplaren kostet z.B. bei www.flyeralarm.de knappe 100 €.
Da Sie am Anfang wahrscheinlich noch nicht so viele Patienten haben, können Sie in Eigenleistung noch Arbeiten erbringen, die Sie später andere ausführen lassen. Sie sollten sich aber die Arbeitszeit notieren, die sie aufwenden, um z.B. Faltblätter an geeigneten Stellen auszulegen, bzw. sich persönlich mit der Übergabe Ihres Faltblatts vorzustellen. Die „geeigneten Stellen“ richten sich nach Ihrer Zielgruppe. Wollen Sie z.B. sich auf Kinder spezialisieren, wären Schulen, Kindergärten, Tagesstätten, Spielzeuggeschäfte, Schreibwarenläden oder die Stadtbücherei für eine Auslage – wenn die dortigen Verantwortlichen einverstanden sind- günstig. Auch Veranstaltungen anderer für Ihre Zielgruppe sind geeignete Anlässe zur Auslage Ihrer Faltblätter. Das wären für den oben genannten Fall Krabbel- und Spielgruppen, Bildungseinrichtungen, die Kurse für Mütter anbieten, Mutter-Kind-Gruppen etc. Haben diese Institutionen eigene Medien, lohnt es sich zu fragen, ob Sie dort mit einem Inserat – ggf. kostenlos gegen einen Fachbeitrag, z.B. zum Thema „Einfache Hausmittel gegen Durchfall“ in Erscheinung treten können.
Marketing und Werbung für Heilpraktiker

Perfektionieren

Lassen Sie am Anfang nicht sofort riesige Auflagen drucken. Denn bereits erste Reaktionen auf Ihr Angebot können Korrekturen erforderlich machen. Oder die Erweiterung Ihres Angebots durch eine eigene website ändert Ihr Adressfeld. So vermeiden Sie große Restmengen unaktueller Werbematerialien und können bei einer Neuauflage gleich die aktualisierten Daten mit aufnehmen. Nichts wirkt unprofessioneller als manuell ausgebesserte Werbemittel.
Die im Standardeintrag kostenlosen Werbemöglichkeiten, z.B. den Eintrag im Telefonbuch, Branchenbuch, den Eintrag auf der website Ihres Wohnortes können Sie nach und nach ausbauen.
Ihr werbliches Ziel lautet zunächst „Präsenz zeigen“. Dazu ist nach wie vor ein Inserat ideal. Nicht die Größe allein ist ausschlaggebend (für den Anfang reicht „Neueröffnung“ mit Ihrem Logo und den Adressdaten), sondern eher die Platzierung an der richtigen Stelle. Wenn Sie den Auftrag für das Inserat erteilen, nennen Sie den Ansprechpartnern Ihre Wunschvorstellung für die Platzierung, z.B. auf der Seite, wo immer die Geburten am Ort genannt werden. Oder ggf. gibt es auch Sonderseiten zu Ihrer Zielgruppe, z.B. „Schulanfang“. Die meisten Zeitungen und Lokalblätter haben eine öffentlich zugängliche Redaktionsplanung, welche Themen in welchem Heft vorgesehen sind. Setzten Sie Schwerpunkte für Ihre Inserat-Schaltung.
Zur Werbekontrolle reicht am Anfang eine einfache Methode: Egal, ob jemand kommt, anruft oder Sie anspricht, stellen Sie diese Frage und notieren Sie sich die Antwort:

Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden?

Wenn Sie dies regelmäßig tun, haben Sie langfristig ein Kontroll- Instrument dafür, wo, wann und welche Werbung am besten gesehen wird.

Autorin

Cornelia Renate Gottwald

hinds visuelle kommunikation
jenkofen 2b
84166 Adlkofen
08707-932583

www.werbung-fuer-heilpraktiker.de

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sharkforest@wieslsberg.de
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