Der Löwenzahn

Jedes Frühjahr überfluten gelb blühende Löwenzahnpflanzen unsere Wiesen und signalisieren, dass es Zeit wird nach den langen trägen Wintermonaten den Stoffwechsel zu fördern, das Blut zu reinigen und den Körper von Schlacken zu befreien. Die Farbe Gelb ist die Farbe der Organe Leber und Galle und besonders gelbblühende Pflanzen wie eben Löwenzahn, Berberitze, Schöllkraut und Nelkenwurz sind der Verdauung förderlich.

Besonders beliebt bei den Löwenzahnwurzeln ist übersäuerter Boden, da fühlt er sich wohl. Die lange, fleischige und vielköpfige Wurzel dauert aus und ist wie die ganze Pflanze milchig. Die Wurzelblätter bilden eine Rosette, in hohem Grase richten sie sich auf. Inmitten der Blätter erhebt sich der weiche, röhrige Schaft mit einem Blütenkopf. Die Blumen sind prächtig gelb, abends und bei Regenwetter geschlossen. Nach der Blüte erscheint die kugelige Pappus, aus den schirmförmigen Flugfedern der Samen zusammengesetzt. Vor der Blüte schmeckt die frische Wurzel süßlich bitterlich, etwas salzig. Getrocknet schmeckt sie schleimig süß. Nach der Blüte herrscht die Bitterkeit vor. Die Wurzel ist geruchlos, die Blüten haben einen süßlichen Geruch und Geschmack.

Die Signaturenlehre gibt schon Hinweise auf die heilkundliche Verwendung der Pflanze: Lästiges Unkraut bedeutet Vitalität, eine saftige Pflanze kühlt und der Milchsaft fördert den Stoffwechsel. Eine gute Gelegenheit, den Körper nach der langen Winterszeit mit den Kräften vom Löwenzahn wieder fit zu machen. 

Aus der Wurzel und dem Kraut wird der Löwenzahnextrakt gewonnen. Alte Kräuterbücher schreiben der Wirkung auflösende, reinigende, schweißtreibende, erfrischende und stärkende Kräfte zu. Hauptsächlich auf die Galle wirkend bei Verstockung und Verschleimung. Löwenzahn ist im Volksmund als harntreibendes Mittel bekannt. Er hat auch magenstärkende und tonisierende Wirkung. Die frischen Blätter im Salat gegessen gelten als reinigend und eröffnend.

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Schon in alten Kräuterbüchern wurde das „Pfaffenröhrle“  mit Linsen gesotten, weil es stillt die rote Ruhr. Der Absud war gut gegen das Blutspeien. Das grüne Kraut äußerlich aufgelegt, löschte die Hitze der schwarzen, brennenden Blattern und linderte das hitzige Gliederweh.

In der modernen Phytotherapie ist der Löwenzahn unentbehrlich. Durch seine leberentgiftende Eigenschaft ist die Heilpflanze in vielen Firmenpräparaten enthalten. Ich bezeichne ihn als Universalmittel für alle Bauchorgane bei akuten Leiden. Allerdings nur in geringer Dosis verwenden bei Gallensteine und dann in Verbindung mit der guten, alten Brennnessel. Nicht verwenden bei Verschluss der Gallenwege und bei Gallenempyem.

Die jungen Löwenzahnblätter gehören in die Gründonnerstagsuppe und in den Salat zur Frühjahrskur. Bei rechtsseitiger Migräne und Augenleiden und bei anderen Lebersymptomen sollte an Löwenzahn gedacht werden. Ebenso bei Stauungen im Pfortadersystem, bei Hämorroiden und bei Hypotonie durch Toxinablagerung macht Löwenzahn seine Arbeit. Die stark stoffwechselanregende Arznei senkt den Cholesterin, löst Harnsäureablagerungen in den steifen Gelenken und gehört deshalb in ein Rezept, wenn es darum geht, Lymphe zum Fließen zu bringen.

Pu gung ying (gelbe Blume Erdnagel) wird sie in der Chinesischen Medizin genannt, aber nicht minder geschätzt wie in der abendländischen Naturheilkunde. Man verwendet sie in China bei Lebensmittelvergiftungen, Schmerzen und Schwellungen der Brüste, Stauung und Entzündung von Leber und Gallenblase, bei Blutgerinnsel in der Lunge und bei Schlangenbisse (den Saft der ganzen Pflanze auftragen). 

Den Charakter des Löwenzahns kann man treffend beschreiben als Überleben um jeden Preis. In seiner ganzen Art und Weise kommt seine starke Lebensenergie zum Ausdruck, denn der mehrjährige Löwenzahn kann sich überall durchsetzen und ist fruchtbar wie eine Pflanze, die darauf angewiesen ist, ihr Fortbestehen dadurch zu sichern, dass sie sich jedes Jahr neu aussät. Auch die Tatsache, dass Löwenzahn sich zwischen Pflastersteinen in den kleinsten Ritzen ansiedeln und durchsetzen kann, zeigt, dass er über enorme Lebenskräfte verfügt.

Taraxacum officinalis als Californische Blütenessenz „Dandelion“ zum Thema körperliche Verspannungen. Die Blütenessenz fördert und unterstützen alle körperlichen Verspannungen, deren Ursachen im emotionalen Bereich liegen. Spannungen im seelischen und emotionalen Bereich können sich stark im Körper festsetzen, wenn wir sie verdrängen oder nicht beachten. Viele Menschen, die harte körperliche Arbeit leisten und gar keine Möglichkeit haben, sich mit ihren Gefühlen auseinander zu setzen, leiden unter starken Verspannungen. Aber auch Menschen, die sehr ehrgeizig sind und ihr Leben sehr stark kontrollieren und vorher bestimmen wollen, haben Schwierigkeiten, von ihren hohen Ansprüchen Abstand zu nehmen und abzuschalten.

Lernen sie den Körper zu entspannen und spontaner und flexibler im Handlungsspielraum zu werden. Die Heilkräfte des Löwenzahn helfen dabei und machen empfänglicher für die Bedürfnisse der Seele. Jetzt ist die Erntezeit für die frischen Salatblätter und der Bioladen liefert die Vitaminbombe.