Die sonnigen Familienmitglieder der Helianthus

Alle zur Familie der Korbblütler gehörigen Arten der Sonnenblumen haben ihren festen Platz in der Heilkunde. Die Vitamin E spendende Helianthus annus ist als einjährige Sonnenblume allen bekannt. Aus einer Blüte reifen circa tausend Sonnenblumenkerne, aus denen das wertvolle Öl gewonnen wird. Zur Tinkturherstellung wird die ganze Pflanze einschließlich Stängel verarbeitet. Die Heilpflanze ist dem Element Feuer zugeordnet und natürlich unserem Planeten Sonne, dem Planeten der Selbsterkenntnis.

Sonnenblumen-Öl teilt sich mit Distelöl den ersten Platz der wertvollsten Öle in Küche und in der Naturheilkunde. Für kosmetische Cremes, speziell für fette und unreine Haut sowie für Körper-, Massage- und Badeöle ist sie die lecithin- und vitaminreiche Grundlage.

Sonnenblumenöl-Schlürfen, so wird gemacht: Diese alte Rezeptur hat wieder neue Fans gefunden. 1 Teelöffel bis 1 Esslöffel kaltgepresstes Sonnenblumenöl eine Viertelstunde lang im Mund-Rachenraum langsam durch die Zähne ziehen, kauen und hin- und herschlürfen. Den entstandenen weißgelblichen Schaum danach ausspucken, da giftige Ausscheidungsprodukte darin enthalten sind. Dann den Mund ausspülen und die Zähne putzen. Neben der unspezifischen Entgiftung des Körpers wird diese über Wochen ausgeübte Technik bei chronischen Prozessen und Paradontosen viel ausrichten können.

Heilpraktikerschulen

Den Charakter der Sonnenblume könnte man als verschwenderische Großzügigkeit beschreiben. Als Königin ihrer Art verfügt die Sonnenblume auch über den größten Reichtum. Sie speichert diesen Reichtum nicht in der Wurzel, sondern in ihren Früchten – den Sonnenblumenkernen. Die geballte Stärke und Lebensenergie wird nicht egoistisch festgehalten, sondern großzügig weitergegeben. Alles an der Sonnenblume ist großzügig, von der Körpergröße bis zur Reichhaltigkeit ihrer Samen, die sie so verschwenderisch verschenkt. 

Das nahrhafte Kraut der Pflanze senkt den Cholesterinspiegel und beruhigt gereiztes Gewebe. Die Samen werden frisch oder geröstet gegessen oder zu Mehl vermahlen in Backwaren verarbeitet. Innerlich werden die Samen der Sonnenblume bei bronchialen Infekten verwendet. Die ganze Pflanze wird gebraucht für Arznei gegen Malaria und bei Lungenerkrankungen. Äußerlich dient das aus den Samen gewonnene Öl als Grundlage für Massage- und Einreibemittel bei rheumatischen Beschwerden. Das Öl wird auch zur Herstellung von Margarine verwendet.

In der Apotheke Manitous werden verschiedene Arten der wilden Sonnenblume verwendet. Viele Indianerstämme des nordamerikanischen Kontinents bereiten Presssäfte aus Stängel, Blättern, Blütenblättern oder unreifen und reifen Samen. Behandelt werden mit den Säften Insektenstiche und Bisse von Skorpionen und Bisse giftiger Schlangen.

Im Handbuch des deutschen Aberglaubens steht über den drei Meter hohen Korbblütler mit den nickenden Blütenköpfen geschrieben, dass er vor allem Zauber schützt und die Samen werden gegen Albdrücken an einer Schnur aufgefädelt oder in einem Beutel um den Hals gehängt. Die ölreichen Samen werden gegessen, um eine gute Stimme zu erhalten. Wer die Wahrheit über irgendetwas oder irgendjemanden erfahren will, der schlafe mit einer Sonnenblume unter dem Kopfkissen. Die Sonnenblume schützt die Seele von böswilligen Energien und kann zur Weihe von Heilungssteinen verwenden werden.

Helianthus annus als Kalifornische Blütenessenz Sunflower beschäftigt sich mit dem Thema männliche Aggressivität. Die Blütenessenz fördert und unterstützt die Akzeptanz mit den männlichen Anteilen unserer Persönlichkeit. Die Essenz ist dann angezeigt, wenn die eigene Individualität stark unterdrückt und angepasst wurde oder umgekehrt, wenn die eigene Persönlichkeit in Eitelkeit, Überheblichkeit und Aggressivität zum Ausdruck kommt. Sunflower gleicht eine verzerrte Wahrnehmung des Selbstbewusstseins aus, sei es eine Neigung zur Selbstauslöschung oder eine übertriebene Selbstgefälligkeit. Größeres Verständnis und gegenseitiges Verzeihen werden möglich.

Kräuterpfarrer Künzle sagt über das Sonnenröschen Helianthemum vulgare: „Die wunderlieblichen gelben Blümlein mit fünf Kronblättern und drei Kelchblättern heilen frische Wunden rasch. Die Abkochung von Sonnenröschenkraut ist ein vorzügliches Gurgelwasser gegen Mundfäule und wackeln der Zähne“.

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Rock Rose (Helianthemum nummularium), das gemeine Sonnenröschen als Bachblüte ist das Heilmittel in allen Notfällen. Sogar in den Fällen, wo es keine Hoffnung mehr zu geben scheint. Bei Unfällen oder plötzlicher Erkrankung oder wenn der Betreffende sehr große Angst hat oder sein Zustand so ernst ist, dass auch alle anderen Anwesenden Angst bekommen. Wenn der Patient nicht bei Bewusstsein ist, können seine Lippen mit dem Heilmittel der Sonne befeuchtet werden.

Die Helianthus tuberosus wird auch Topinambur oder Diabetikerkartoffel genannt. Zuckerkranke können Topinambur-Knollen ohne Reue verzehren, weil diese keine Stärke, sondern Inulin, ein stärkeähnliches Kohlehydrat enthalten. Die Knollen sind basenüberschüssig, reich an Eiweiß und Kalium. Hervorragend geeignet zum Abnehmen, Entschlacken und Entwässern. Sie regen den Stoffwechsel an und zügeln den Appetit sowie den Heißhunger auf Süßes. Die Knolle erinnert an die Kartoffel, ihr süßlich nussartiges Aroma erinnert an die Artischocke. Ins Blumenbeet gepflanzt, sie ist winterhart, hält sie die Wühlmäuse fern.

Die Vielfältigkeit der Pflanzenfamilie Helianthus reicht vom Vitaminspender der zahlreichen Früchte der großen Sonnenblume über die seelischen Aspekte der kleinblütigen Sonnenröschen. Sonnenkraft für Leib und Seele könnte man sagen, so großzügig ist das Geschenk der Natur.